Sprachhaus

Sprachhaus

Zurück zum
Adventskalender.

 

Extra

2018 haben wir Ihnen
24  Adventsmärchen
zum Vorlesen angeboten.

2019 gab es für Sie
24 Adventsgedichte.

Wer mag – hier können Sie diese noch einmal komplett herunterladen.

24 PROMIS

ADVENTSKALENDER

24 PROMIS

ADVENTSKALENDER

 

Moses

 

Biblisch

 

 

 

 

 

 

 

Moses, der wortgewaltige Israelitenführer, war ein Stotterer. Diese Interpretation stützt sich einerseits auf eine Sage über Moses als Dreijährigen:

Moses, von der Tochter Pharaos als hebräisches Findelkind gerettet und adoptiert, habe an Pharaos Tafel dessen nach Krone gegriffen und sie aufgesetzt. Als der König seine Richter und Obersten kommen ließ, um über die Gotteslästerung des Kindes zu entscheiden, habe ihm ein Engel in der Gestalt eines ägyptischen Weisen geraten, dem Knaben Edelsteine und eine glimmende Kohle bringen zu lassen. Wähle das Kind die Steine, müsse es sterben. Wähle es die Kohle, sei es unschuldig. Der Knabe wollte schon nach den Steinen greifen, aber der Engel lenkte seine Hand ab. Das Kind ergriff die Kohle, steckte sie in den Mund und verbrannte sich dabei Lippen und Zunge: Moses hatte fortan, so die Sage, eine „schwere Sprache“ – er stotterte.

Im Alten Testament wird dies aufgenommen. Im 2. Buch Moses (Exodus) liest sich, wie vehement sich Moses wehrt, den Auftrag des Herrn anzunehmen, das Volk Israel aus Ägypten zu führen. Niemand werde ihm glauben, wenn er das Volk Israel zum Auszug aus Ägypten auffordere. Doch der Herr lässt das nicht gelten, er versichert, man werde ihn verstehen und nach seinen Taten bewerten. Und er gibt ihm Aron als „seine Zunge“ an seine Seite.

Hier der Bibelabschnitt:

  „Mose aber sprach zu dem HERRN: Ach, mein Herr, ich bin von jeher nicht beredt gewesen, auch jetzt nicht, seitdem du mit deinem Knecht redest; denn ich hab eine schwere Sprache und eine schwere Zunge.

  Der HERR sprach zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund geschaffen? Oder wer hat den Stummen oder Tauben oder Sehenden oder Blinden gemacht? Habe ich‘s nicht getan, der HERR? So geh nun hin: Ich will mit deinem Munde sein und dich lehren, was du sagen sollst.

  Mose aber sprach: Mein Herr, sende, wen du senden willst.

  Da wurde der HERR sehr zornig über Mose und sprach: Weiß ich denn nicht, dass dein Bruder Aaron aus dem Stamm Levi beredt ist? Und siehe, er wird dir entgegenkommen, und wenn er dich sieht, wird er sich von Herzen freuen. Du sollst zu ihm reden und die Worte in seinen Mund legen. Und ich will mit deinem und seinem Munde sein und euch lehren, was ihr tun sollt. Und er soll für dich zum Volk reden; er soll dein Mund sein und du sollst für ihn Gott sein.“

Der Komponist Arnold Schönberg widmete sich dem Stoff in seinem Opernfragment „Moses und Aron“. Die Handlung lehnt sich frei an das zweite Buch Mose an. Darin lässt er Moses sagen: „Meine Zunge ist ungelenk: ich kann denken, aber nicht reden.“  Das Opernfragment hatte 2018 Premiere an der Dresdner Semperoper und ist weiterhin im aktiven Repertoire der Bühne.

 

12. Dezember 2020

„Ach, mein Herr, ich bin von jeher nicht beredt gewesen, auch jetzt nicht, seitdem du mit deinem Knecht redest; denn ich hab eine schwere Sprache und eine schwere Zunge.“

Praxis für Logopädie / Sprachtherapie  Katharina Herrklotsch

Königstraße 27a (Zugang über den Hof)   •  16259 Bad Freienwalde   •    03344 – 15 07 88

© 2017-2018

Impressum

Datenschutz

Praxis für Sprachtherapie  Katharina Herrklotsch

 Waldstr. 15   •  16259 Bad Freienwalde   •    03344 – 15 07 88

© 2017-2020

Impressum

Datenschutz