Sprachhaus

 

Theodor Fontane

 

Verse zum Advent

 

Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,

aber als Knecht Ruprecht schon

kommt der Winter hergeschritten.

Und alsbald aus Schnees Mitten

klingt des Schlittenglöckleins Ton.

 

Und was jüngst noch, fern und nah,

bunt auf uns herniedersah,

weiß sind Türme, Dächer, Zweige,

und das Jahr geht auf die Neige,

und das schönste Fest ist da.

 

Tag du der Geburt des Herrn,

heute bist du uns noch fern.

Aber Tannen, Engel, Fahnen

lassen uns den Tag schon ahnen,

und wir sehen schon den Stern.

 

 

 

 

Übrigens …

Das Gedicht stammt
aus Fontanes Roman „Unwiederbringlich“, Textausgabe 1892.

Extra

Im Advent 2018 habe wir Ihnen 24 Märchen zum Vorlesen angeboten.
Wer mag – hier können Sie diese noch einmal komplett herunterladen.

Praxis für Sprachtherapie  Katharina Herrklotsch

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